Reputationsmanagement in einer Welt voller Fake-News – 4 Tipps!

Reputatiemanagement fake news OBI4wanFake-News sind heutzutage an der Tagesordnung. Social Media machen eine schnelle und weitreichende Verbreitung von Falschmeldungen möglich. Die Auswirkungen auf das Reputationsmanagement von Unternehmen können dramatisch sein. Denken Sie an Schlagzeilen, die z.B. behaupten, dass Supermärkte „das Leiden der Tiere nicht beenden wollen”, während diese Supermärkte aller Wahrscheinlichkeit nach lediglich angegeben haben, nichts an Ihren Prozessen verändern zu wollen. Wie gehen Sie als Unternehmen mit Fake News um und was müssen sie beachten? Gemeinsam mit der Reputationsexpertin Danielle Janssen möchte ich Ihnen einige Tipps für ein erfolgreiches Online-Reputationsmanagement und den Umgang mit Fake News geben.

Als Neuigkeiten verhüllte Falschmeldungen werden häufig und weitreichend über Websites, Social Media und sogar traditionelle Medien verbreitet. Darüber hinaus haben wir es auch mit dem Phänomen Clickbait zu tun, welches von den News-Medien genutzt wird, um einen größere Reichweite zu erzielen. Nachrichten, die in ihren Schlagzeilen Wörter wie „wegweisend” oder „revolutionär” enthalten, werden meist sehr erfolgreich geteilt. Laut einer Studie der Oxford University werden Nachrichten von unseriösen im Vergleich zu seriösen Quellen 4 x häufiger geteilt. Der Grund dafür ist in erster Linie, dass Falschmeldungen bei den Lesern stärkere Emotionen hervorrufen.

Es ist deutlich, dass wir es auf dem Gebiet des Reputationsmanagements mit großen Herausforderungen zu tun haben. Wie groß ist der Einfluss der Quellen, die diese Fake News verbreiten, denn nun tatsächlich? Wir geben Ihnen 4 Kniffe an die Hand, die Sie im Umgang mit Falschmeldungen einsetzen können.

Ermitteln Sie den Einfluss einer Informationsquelle

Im Bereich des Reputationsmanagements ist es wichtig zu erkennen, wie groß der Einfluss einer bestimmten Informationsquelle ist. Innerhalb des Finanzsektors ist die Verbreitung von Neuigkeiten über das Handelsblatt trotz einer niedrigeren Auflage in der Regel erfolgreicher als die Veröffentlichung in einer Tageszeitung mit einer höheren Auflage. Die niedrigere Auflage der Quelle steht dann in direkter Relation zum Einfluss dieser Quelle, da es sich um eine qualifizierte Nachrichtenquelle handelt. Danielle sagt:

„Ich erwarte, dass wir zukünftig ein System der zertifizierten Quellen einführen werden, wo Nachrichtenquellen, genau wie Banken und andere finanzielle Organisationen, eine Art Rating von unabhängigen Büros erhalten.”

Für das Reputationsmanagement gilt: Sorgen Sie dafür, dass die Quellen in einen relevanten Kontext gesetzt werden, der sich auf die Unternehmenssituation gründet. Ist es eine unabhängige Nachrichtenquelle? Stecken eventuell Finanzgeber hinter der Quelle? Ist sie an eine bestimmte Glaubensüberzeugung verbunden? Dieser interessante Artikel aus 2015 über unabhängige Nachrichtenredaktionen in den Niederlanden sagt:

„Das die Wichtigkeit der journalistischen Unabhängigkeit in den nächsten 5 Jahren zunehmen wird, resultiert teilweise aus der zunehmenden akuten Bedrohung eben dieser der Unabhängigkeit.“

Die Zuverlässigkeit der Nachrichten wird durch eine Stellungnahme seitens des Unternehmens verstärkt

Eine Problematik bei der Verbreitung von Falschmeldungen ist, dass Unternehmen in diesem Fall nicht wissen, wie sie darauf reagieren sollen. Aufgrund dieser Unsicherheit unternehmen sie häufig gar nichts, wenn sie mit belastenden (Falsch)Meldungen konfrontiert werden. Erkennen Sie die Wichtigkeit an, in dieser Situation eine klare Stellungnahme abzugeben. Sie können dadurch einen proaktiven EInfluss auf den weitere Verlauf der kritischen Situation nehmen.

„Eine Stellungnahme oder ein Zitat Ihres Unternehmens beweist, dass die Nachricht echt ist. Es gibt Ihnen die Möglichkeit, einen Standpunkt zu beziehen. Artikel, die eine Stellungnahme des Unternehmens beinhalten, werden häufiger als wahr betrachtet als Fake News-Artikel. Ein Zitat vergrößert die Glaubhaftigkeit eines Artikels. Die Entscheidung, ob auf einen Artikel reagiert werden soll oder nicht, erfordert sorgfältigster Abwägung und beeinflusst Ihre Unternehmensreputation.”

Im Rahmen des Reputationsmanagements sind Sie selbst in der Lage zu beurteilen, welche Nachrichten Ihr Unternehmen betreffend glaubwürdig sind oder nicht. Sieht sich Ihr Unternehmen Problemen im Hinblick auf Umweltaspekte gegenüber? Kommunizieren Sie dann ganz offen über Ihre Aktivitäten in diesem Bereich. Aus eigener Initiative offen, (pro)aktiv und ehrlich zu kommunizieren, unterstützt die Öffentlichkeit dabei, Nachrichten aus anderen Quellen, auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen. Nehmen Sie das Zepter selbst in die Hand: Tauchen Sie ein in die wunderbare Welt der Daten zum Zweck eines erfolgreichen Online-Reputationsmanagements.

Nehmen Sie die Dinge selbst in die Hand: nutzen Sie Daten für Ihr Online-Reputationmanagement

Die Bedeutung von Daten für das Reputationsmanagement steigt weiter. Stets mehr Tooling und Data Tracking wird auf den Markt gebracht. Der Datenpool, der Unternehmen zur Verfugung steht, wird immer größer. Die Nachfrage nach Tooling, um die Daten zum Zweck der Gewinnung wertvoller Einsichten für datengesteuerte Entscheidungen zu sammeln, steigt im gleichen Tempo.

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Tooling hilft Ihrem Unternehmen auch in Bezug auf Fake News. Je besser Sie Ihre Reputation im Auge behalten und je früher Sie kritische SItuationen erkennen, desto schneller können Sie darauf reagieren und sie in gute Bahnen leiten. Während das Reputationsmanagement früher auf die Produkte oder den Service abzielte, geht es heutzutage vielmehr um Storytelling, das das Unternehmen über die Produkte hinaus zentral stellt. Es geht immer häufiger darum, wofür eine Marke steht. Ist sie nachhaltig? Tragen die Investitionen des Unternehmens nicht an Tierleiden oder Umweltverschmutzung bei? Wir sehen in der Markenpräferenz eine deutliche Verschiebung von beispielsweise „Ich möchte mein Haus putzen, kaufe also Produkt x, da es eine guten Ruf für die starke Reinigungskraft hat”, hin zu „Ich kaufe Produkt x, weil das Reinigungsmittel umweltfreundliche Inhaltsstoffe verwendet und die Flaschen aus abbaubarem Plastik hergestellt sind.”

Akzeptieren Sie, dass das Reputationsmanagement keine Grenzen kennt

Seit der Schaffung des Internets kennt das Reputationsmanagement keine Grenzen mehr. International orientierte Unternehmen bekommen es mit einer weltweiten Reputation zu tun und die Bedeutung von Landesgrenzen verschwimmt. Abgesehen von der Unternehmensreputation, oder weiter gefasst, einer ganzen Industrie, bekommen wir es auch mit persönlichen Reputationen der Unternehmensleitung zu tun. Denken Sie hier z.B. an Nachrichten über Unternehmer, die mit der weltweiten Reputation des Unternehmens in Verbindung gebracht werden können.

Aus Einsichten stammend vom AMEC Summit in Prag, der Kongress, der Reputationsmanager aus der ganzen Welt an einen Tisch bringt, belegt, dass dies auch unternehmensintern eine Rolle spielt. Im Bereich des Reputationsmanagements wird immer weniger nur aus den Ergebnissen der Datensilos gedacht und es kommen stets mehr Aspekte ins Spiel. Teams sind interdisziplinär und arbeiten fachgebietsübergreifend.

Das sind äußerst wertvolle Entwicklungen für das Reputationsmanagement. Es versetzt uns in die Lage, einen Gesamtüberblick zu erhalten und vermindert den Einfluss von einzelnen Ereignissen. Wenn eine Situation aus der Hand läuft, bedeutet es nicht, dass direkt Ihre gesamte Reputation auf dem Spiel steht. Das ergibt sich daraus, dass Sie das Einzelereignis als Teil des Gesamtbildes sehen können. Diese Untersuchungen zeigen, dass z. B. „gefälschte“ TV-Aufnahmen von politischen Parteien einen minimalen Einfluss auf die amerikanischen Wahlergebnisse haben. Es geht also insbesondere um den Aufbau einer starken globalen Reputation, um Falschmeldungen und deren Einfluss auf nationaler und lokaler Ebene einzuschränken.

Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass Reputationsmanagers noch besser auf die Reputation als Ganzes achten müssen. Die tieferliegende Bedeutung der Daten wird wichtiger und die globale Reputation muss kontinuierlich beobachtet und analysiert werden, einschließlich des Einflusses kleinerer und größerer weltweiter Ereignisse.

Sind Sie bereit, die Regie Ihrer Markenreputation wieder in die eigenen Hände zu nehmen? Welche Herausforderungen sehen Sie sich gegenüber?

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