Reputationsmanagement: 5 Trends für 2019

social media analyse - reputatiemanagement - OBI4wanReputationsmanagement ist ein langer und kontinuierlicher Prozess, der den Wert eines Unternehmen steigert. In diesem Artikel nehme ich Sie mit in die Welt des Reputationsmanagements und teile die neuesten Trends, Erkenntnisse und Entwicklungen mit Ihnen.

1. Technologische Revolution im Reputationsmanagement

Die wichtigste Herausforderung und Chance im Bereich des Reputationsmanagements für  2019 heißt Innovation. Dank neuer Technologien und dem Einsatz von Algorithmen, kann aus großen Datenmengen vorhergesagt werden, wann und wie sich der Ruf eines Unternehmens verändert und welchen Einfluss dies auf die Umsatzzahlen hat. Reputationsmanagement ist daher nicht mehr nur eine Domäne der Unternehmenskommunikation, sondern erfordert auch die Integration von technischem und analytischem Wissen.

Nach einer Prognose des Reputation Institutes wird diese Entwicklung nicht nur die Relevanz des Reputationsmanagements für Unternehmen steigern, sondern auch die Messlatte für Kommunikationsprofis höher legen.

Neue Technologien beeinflussen das Online-Reputationsmanagement in zweierlei Hinsicht. Einerseits wird hierdurch das Abrufen und die Verarbeitung von Daten verändert und andererseits wird die Reputation mit innovativen Tools auf neue Art und Weise gemessen und verwaltet. Unternehmen sollten sich auf eine noch stärkere Nutzung von Big Data für das Reputationsmanagement vorbereiten, indem Sie mit den richtigen Tools und Kennzahlen arbeiten. Beachten Sie z.B. die Autorität der Nachrichtenquelle, deren Einfluss, die Reichweite und das Sentiment der Berichterstattung. Hierdurch erhalten Sie ein besseres Bild davon, wie Ihr Unternehmen in Bezug auf relevante Themen abschneidet.

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2. Die Verlagerung von Corporate Social Responsibility zu Corporate Responsibility

Jüngste Untersuchungen des Reputation Institute zeigen, dass es einen Wandel von Corporate Social Responsibility zu Corporate Responsibility gibt: Man erwartet von Unternehmen, dass sie in den Bereichen Gesellschaft, Umwelt, Produktentwicklung und als Arbeitgeber etwas für das „größere Wohl“ tun.

2019 wird es nicht mehr ausreichen, sich nur auf den sozialen Teil zu konzentrieren, sondern auf die Kombination. Als Unternehmen kommt man nicht mehr damit davon, sich für die Umwelt verantwortlich zu zeigen, aber nicht als Arbeitgeber oder umgekehrt“ – sagt die Reputationsspezialistin Carina Dusseldorp.“

Corporate Responsibility OBI4wanDie wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie des Reputation Institutes sind:

  • Je höher der CR-Wert (Corporate Responsibility) Wert eines Unternehmens, desto besser das Unternehmensergebnis
  • Unternehmen mit hohen CR-Werten wird  mehr Vertrauen von Stakeholdern entgegengebracht und sie  können dieses Vertrauen nach einer Krise leichter zurückgewinnen
  • Die Top 10 Unternehmen sind besonders gut in (1) Kommunikation: sie halten, was sie versprechen und sagen und (2) Führung: die verantwortlichen CEOs werden als ethisch, verantwortungsbewusst und sozial interessiert wahrgenommen
  • Die größten Gewinne können durch offenes und transparentes Handeln erzielt werden. Zeigen Sie, was Ihr Unternehmen tut und wofür es steht. „Es geht nicht um die Produkte, sondern um das Unternehmen hinter den Produkten. Denken Sie daran, dass 60% der Bereitschaft von Menschen, etwas Positives über ein Unternehmen zu sagen, etwas zu kaufen oder eine Empfehlung abzugeben, auf ihrer Wahrnehmung des Unternehmens basiert“, sagte Kasper Ulf Nielsen (Partner des Reputation Institute).

3. Globalisierung von Branchen

Mehr und mehr Unternehmen richten sich international aus. Hierdurch steigt die Anzahl der Unternehmen, die Einfluss auf die Reputation des eigenen Unternehmens haben können. Außerdem verändert die (neue) internationale Ausrichtung eines Unternehmens eventuell, wie die eigene Marke vom Konsumenten wahrgenommen wird.

Im Jahr 2019 sollten Sie darüber nachdenken, wie Sie die Reputation Ihres Unternehmens umfassender betrachten können. Eine Markenreputation geht über die eigene Marke hinaus, kann aber auch von der Reputation der Branche beeinflusst werden. Eine Krise in Unternehmen X in der gleichen Branche kann dazu führen, dass Menschen auch mehr über Unternehmen Y (Ihr Unternehmen) sprechen. Zum Beispiel kann die Krise innerhalb einer Bank Einfluss auf das Vertrauen von Konsumenten in die gesamte Branche haben.

4. Handlungsorientierte Erkenntnisse aus Daten gewinnen

Volumen und Reichweite sind schon länger nicht mehr die aussagekräftigsten Kennzahlen zur Messung der Reputation. Wenn Sie 10% mehr Menschen erreichen, erhalten diese dann auch die richtige Botschaft? Und erreichen Sie überhaupt die richtige Zielgruppe? Wenn sich ein Unternehmen beispielsweise zum Ziel setzt, dass Innovation im nächsten Jahr wichtig ist, dann wollen Sie überprüfen können, inwieweit Ihre Marke mit diesem Thema und den damit verbundenen Initiativen verbunden ist.

„Was wir jetzt sehen, ist, dass nicht nur Wahrnehmungen gemessen werden können, sondern dass wir auch mit Hilfe von selbstlernenden Algorithmen immer besser messen können. Dadurch ist es möglich dem Gesagten einen kontextspezifischen Wert zuzuweisen „, sagt Professor Cees van Riel in einem früheren Interview (niederländisch).“

Das Volumen wird weniger wichtig, aber es geht um die verwertbaren Erkenntnisse, das „und jetzt?“ der Daten. Was bedeuten die Zahlen? Setzen Sie spezialisierte Reputationsanalysten ein, ob intern oder extern, die Ihrem Unternehmen helfen können, im Bereich des Reputationsmanagements einen Schritt weiter zu gehen.

5. Vertrauen: der Kampf um Glaubwürdigkeit

Der letzte der 5  Trends hat mit den ständigen Veränderungen in der Online-Landschaft zu tun. In letzter Zeit werden wir, vor allem auf Social Media, immer mehr mit Fake News konfrontiert. Dies hat zur Folge, dass Menschen Informationen schneller hinterfragen. Wie wahrscheinlich ist es, das eine Äußerung über Ihre Marke auf sozialen Netzwerken eine direkte Auswirkung auf Ihren Ruf hat?

Was über Marken gesagt wird und wer es sagt, wird heutzutage oft in Frage gestellt. Es geht also nicht mehr um die Zahlen allein, sondern um die Zuverlässigkeit, Relevanz und den Wert der Daten. Schauen Sie genau hin, wer die Person hinter der Nachricht ist und welchen Einfluss diese Person hat. Und nutzen Sie Echtzeit-Medienbeobachtung, um die Entwicklung der Berichterstattung im Auge zu behalten.

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