Internationaler Frauentag: der online Status von #womenintech

Linsey • 4 Minuten Lesezeit • 08/03/2020
Medienbeobachtung
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Es ist Ihnen sicher nicht entgangen: am 8. März ist Internationaler Frauentag! Unternehmen setzen sich dann besonders für die Gleichberechtigung von Frauen in den verschiedensten Branchen ein. Wie steht es um die Position von Frauen in den Bereichen Science, Technology, Engineering und Mathematics (STEM)? Wir nahmen die Daten des letzten Jahres genau unter die Lupe, um die Höhepunkte zu identifizieren!

Der Hashtag #womenintech wurde während des letzten Jahres gut 79.000 mal benutzt, und der Hashtag #womeninSTEM sogar 205.000 mal. Dieser Hashtag verweist auf die Förderung von Frauen, und Geschlechtergleichheit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik.

Großveranstaltungen erzielen online Aufmerksamkeit

Große Events promoten „Women in Tech” und „Women in STEM”. Am 17. Februar stieg das Volumen auf eine große Spitze, die auf das jährliche Event der American Association for the Advancement of Science (#AAASmtg) zurückzuführen ist. Bei diesem Event spielt die Association for Women in Science (AWIS) eine große Rolle.

Selbstverständlich lassen sich solche Veranstaltungen auch bei uns finden: so wird zum Beispiel jedes Jahr im November in Amsterdam die European Women in Tech Conference Zu dieser Veranstaltung werden interessante Sprecherinnen eingeladen, nämlich 50 inspirierende Frauen, die an der Spitze von internationalen Tech-Firmen stehen. Sie erfüllen nicht nur eine Vorbildfunktion, sondern nehmen auch einen großen Einfluß auf die gesellschaftliche Debatte. Das ergibt sich aus einer großen Spitze im Volumen am 20. Juli, als Gründerin und CEO von Girls Who Code, Reshma Saujani, in einem tweet erklärt, warum sie ihre Firma gegründet hat. Ihre große Reichweite und häufige Sichtbarkeit auf Social Media, macht sie, unter anderem, zu einer wichtigen Influencerin zur Förderung von „Women in Tech”.

Ebenso zeigt sich weltweit viel Interesse für die weiblichen Vorbilder der Tech-Welt zur Zeit der Vergabe der „Inspiring Fifty”-Awards. InspiringFifty ist eine non-profit-Organisation, die es sich als Ziel gesetzt hat, die Diversität in der Tech-Welt durch die Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder zu vergrößern. Die Initiative ist in den Niederlanden vor einiger Zeit schon angelaufen wird inzwischen aber auch weltweit eingesetzt.

Inspiring fifty online women in tech

Anlässlich der Preisverleihung in Südafrika wird hauptsächlich im August viel Aufmerksamkeit generiert. Die Hashtags lauten dann #InspiringFiftySA und #Inspiring50SA, während der Slogan „If she can see it, she can be it!“ geteilt wird. Die Öffentlichkeit wird dazu aufgerufen, über die Nominierungen abzustimmen. Schließlich wird über die 50 inspirierendsten weiblichen Vorbilder im Tech-Bereich berichtet, die die „Inspiring Fifty”-Awards gewonnen haben.

Rund die Hälfte aller 1.131 Berichte über die „Inspiring Fifty” bezieht sich auf die Awards in Südafrika. Im Mai erhalten die „Inspiring Fifty”in den Niederlanden viel Aufmerksamkeit. Andere Länder, in denen die Medien viel Interesse für die „Inspiring Fifty” generieren, sind Italien, Frankreich und Belgien.

Vorgänger werden gelobt

In den Sozialen Medien erhalten Frauen, die in der Vergangenheit für eine wichtige Entwicklung im Bereich der Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik gesorgt haben, große Aufmerksamkeit. So wird z.B. Ada Lovelace, eine britische Mathematikerin aus dem 19. Jahrhundert, die für Ihre Beschreibung der „analytischen Maschine” bekannt wurde, am 8. Oktober gedacht. Sie wird als Erfinderin des ersten Computerprogramms geehrt. Weltweit wird Ihre Nachlassenschaft unter anderem mit den Hashtags #womenintech und #womeninstem gefeiert.

Bildung für junge Frauen

Weltweit wird Nachdruck auf die Stimulanz von Bildung und Karrierechancen junger Frauen in der Tech-Welt gelegt. Laut dem britischen Beratungsunternehmen PWC ist Bildung von größter Bedeutung für das Stimulieren von Interesse seitens der Mädchen an einer Karriere im technischen Sektor.

Women in tech infographic

Shell und Unilever NG Vision 2020 unterstützen in Nigeria eine nationale non-profit-Initiative zur Förderung von Ausbildungen und Karrierechancen für Mädchen in der STEM-Branche. In Kanada wird ebenfalls Geld zur Unterstützung der STEM-Bildung gesammelt, und unterstützt der Bildungs-Hub CryptoChicks Mädchen und Frauen dabei, sich in dem Bereich Blockchain professionell zu entwickeln.

Die gesellschaftliche Debatte hält an

Das die gesellschaftliche Debatte zu Frauen in Tech (wie in der Wissenschaft, dem Ingenieurwesen und der Mathematik) noch nicht abgeschlossen ist, wird in den Sozialen Medien deutlich. Es entsteht häufig eine Diskussion um den Hashtag #WomenInTech und #WomenInStem. In dieser Diskussion werden inspirierende Geschichten geteilt und kritische Fragen zur Unterrepräsentation von Frauen in der Tech-Welt gestellt. Eine Sache ist deutlich: eine steigende Trendlinie im Jahr 2019 lässt deutlich erkennen, dass das Gespräch über „Women in Tech”gerade erst begonnen hat…

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Linsey Jepma

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